Fotografischer Jahresrückblick 2020

 Was für ein Jahr! Keins wie eh und jeh. Dennoch wollte ich zu meinem Fotografischen Jahresrückblick 2020 etwas schreiben und habe dazu passende Fotos heraus gesucht. Die Sehnsucht nach der heilen Welt bleibt bestehen, diese möchte man als schöne Erinnerungen im Bild konservieren. Aber was soll man zeigen von den Landschaftsfotos eines Jahres, in dem Emmerich der nördlichst gelegene Ort war und ich im Süden noch nicht einmal Gerolstein erreicht habe? Ich habe meinen Standortverlauf bei Google gecheckt, es war tatsächlich so. Die West-Ost-Achse verlief übrigens zwischen Heimbach/ Eifel und Blankenberg/ Sieg.

Bilder des Jahres 2020 - Serie B

Bilder des Jahres 2020 – Serie B

Landschafts- und Naturfotografie

… sowie Städtebilder sind bei mir immer wieder kehrende Themen, deshalb fange ich damit mal an. Im vergangenen Jahr war alles etwas morbide…. In Emmerich konnte ich vor der nördlichsten deutschen Rheinbrücke die neue Glaskugel („Lensball“) ausprobieren, ein wenig muss ich noch üben. (01) Im Spätsommer wanderte ich mit einigen Freunden entlang der Sieg. Der Blick von der Burg Blankenheim war zwar schön, aber die Wanderung war doch etwas anstrengend, vor allem bei fehlender Übung. (02) Sonst war ich auf meinen Wegen weit weg vom menschlichen Getümmel. Bei Rösberg im Vorgebirge beobachtete ich einen Mondaufgang (03). Dass der Klimawandel und Umweltschäden trotz Pandemie immer noch relevante Themen sind, dokumentierte ich in Heimbach an der Rur. Das Rotbraune am Waldhang sind abgestorbene Fichten. (04). Die fast vergebliche Jagd nach dem Kometen Neowise bescherte mir aber ein schönes Motiv am Rodenkirchener Rheinufer kurz vor Sonnenaufgang. (05) Einige Tage zuvor suchte ich den Kometen, ebenfalls vergeblich, am Nachthimmel. Dafür war aber der Blick von der Rodenkirchener Brücke besonders schön. (06) Im Herbst gab das Riesenrad am Schokoladenmuseum mit der blauen Beleuchtung einen mystischen Anblick. (07) Panoramaaufnahme (08) am Weißer Rheinufer. Und nochmal ein Feldweg bei Rösberg/ Ville: eins der vielen Heiligenhäuschen (09) im Abendlicht.

Pflanzen und Tiere

Für manche Fotos konnte ich zu Hause bleiben, denn die Blaumeisen besuchten mich auch auf dem Balkon (10). Und im Garten der Nachbarin kamen die Bienen gern angeflogen. (11) Der alte Ginkgo (12) in Rodenkirchen mit seinen zahlreichen Früchten hat es mir angetan. Zu Hause studierte ich die Fruchtknoten der Akelei (13) mit den bizarren Formen. In Corona-Zeiten wurden vermehrt Nutzpflanzen wie z.B. Tomaten (14) angebaut. Sieht im Eimer mit den roten Dahlien doch auch nett aus, oder? –  Dass ich bei Nettersheim eine üppige Wiese mit blühenden Orchideen besuchen konnte, (15) war im Nachhinein ein großes Glück.  –  Im Neandertal konnte ich mit dem Teleobjektiv ein Nest mit jungen Graureihern aufnehmen. (16) In den Platanen am Kölner Rheinufer sammeln sich in der Dämmerung zahlreiche Halsbandsittiche. (17). Schottische Hochlandrinder (18) portraitierte ich in der Nähe von Kall. – Die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens, welch ein Wort!) jagte ich mit der Kamera in der Wahner Heide (19, 20). Der gefällte Baum in der Wahner Heide (21) gehört mit zu den Symbolbildern des Sommers.

Noch etwas für die Fans von Geschichte: Bei Mechernich-Vussem besuchte ich den römischen Aquäduktbogen (22). Die Turmuhr im Kirchturm vor Niederbettingen (23) hat ein interessantes Innenleben, auch wenn sie nicht mehr in Betrieb ist. Am Rursee bei Heimbach lief ich am ehemaligen Elektrizitätswerk (24) vorbei. Zwischendurch ein Wirtschaftsgebäude von atenberaubender Schlichtheit (25).  Um noch ein wenig Kunst zu präsentieren, zeige ich die Hände einer Harfenistin in Aktion (26) und eine Skulptur (27) aus dem Skulpturenpark in Köln-Stammheim.

Wasserbilder

Zum Schluss meines Jahresrückblicks 2020 noch einige Bilder mit Wasser. Im Neandertal an der Düssel machte ich Experimente mit Langzeitbelichtungen. (28) Der matschige Wanderweg bei Kall- Rinnen / Eifel ist symbolträchtig. (29) Ein Wasserspeier am Kölner Dom könnte den wunderbar wortlosen Kommentar zum Coronajahr abgeben. (30).